100 JAHRE KLASSIK
FÜR MÜNSTER

Seit 1919 ist das Sinfonieorchester Münster ein Leuchtturm für die Klassik im Münsterland.

10 JAHRE FREUNDSCHAFT
FÜR UNSER ORCHESTER

2009 gründeten Münsteraner Bürgerinnen und Bürger die Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters Münster.

Über uns

2009 gründeten Münsteraner Bürgerinnen und Bürger die Freunde und Förderer des Sinfonie­orchesters Münster, um das Musikleben in Münster und insbesondere das Sinfonieorchester Münster zu fördern. Inzwischen haben sich über 850 Musikfreunde unserer Initiative angeschlossen.

Wir fördern die Verpflichtung von renommierten Klassikstars als Solisten für die Konzerte des Sinfonieorchesters Münster und engagieren uns für die Tage der Barockmusik, das Festival Musica Sacra und das Open Air-Konzert zum Saisonausklang am Aasee. Absolventen der Musikhochschule begleiten wir mit einem Stipendium bei ihrem Berufseinstieg als Orchestermusiker.

Zudem setzen wir uns für den Bau eines zeitgemäßen Konzertsaals ein, der höchste Ansprüche an die Akustik erfüllt. Ein „Haus für Musik“ sollte ein urbaner Wohlfühlort sein und seine unmittelbare Umgebung eine hohe Aufenthaltsqualität haben.

Konzerte & Termine

Rudi Stephan
MUSIK FÜR ORCHESTER

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Zumindest altersmäßig könnten die Gegensätze kaum größer sein, wenn der hochangesehene und international renommierte 85jährige Dirigent, Musikwissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher Peter Gülke aus Weimar im 5. Sinfoniekonzert dieser Spielzeit gemeinsam mit dem 27jährigen koreanischen Pianisten Jeung Beum Sohn, Gewinner des ARD-Klassikpreises 2017, das meisterhafte Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 von Ludwig van Beethoven im Großen Haus des Theaters Münster präsentiert. Das wohl schönste Klavierkonzert des großen Meisters entstand 1805, in der gleichen Zeit, in der Beethoven an der fünften und sechsten Sinfonie arbeitete.

Zu den Protagonisten  am Pult und am Klavier:

  • Peter Gülke gehört zu den wichtigsten Dirigenten-Persönlichkeiten der internationalen Klassikszene und ist, neben zahllosen Ehrungen und Preisen, seit 2014 Preisträger des Ernst von Siemens Preises, der in der Musikwelt als „Nobelpreis für Musik“ gilt und den zuvor so herausragende Künstlerpersönlichkeiten wie Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Benjamin Britten, Claudio Abbado und Daniel Barenboim erhielten. Nach seinem Studium und ersten Engagements in der ehemaligen DDR, zuletzt als Generalmusikdirektor am Deutschen Nationaltheater in Weimar, blieb Gülke 1983 nach einem Gastspiel in Hamburg, habilitierte kurze Zeit darauf an der TU Berlin und wurde anschließend Generalmusikdirektor in Wuppertal. 1996 wurde er Professor für Dirigieren an der Staatliche Hochschule für Musik in Freiburg und wechselte 2002 als Professor für Musikwissenschaft an die Universität Basel. Von 2011 bis 2014 war Gülke Präsident der Sächsischen Akademie der Künste. Seit 2015 ist er gefeierter Chefdirigent der 1810 gegründeten Brandenburger Symphoniker, mit denen er – inzwischen über 80jährig – ein neues Kapitel in der langen Geschichte dieses Traditionsorchesters eröffnet hat.
  • Der 27jährige Jeung Beum Sohn gewann als erster koreanischer Pianist 2017 den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Sohn studierte zunächst in Korea und setzte dann sein Studium in Deutschland fort. Nach dem Master-Abschluss an der Hochschule für Musik und Theater München bei Arnulf von Arnim folgte er seinem Lehrer an die Musikhochschule Münster und schloss inzwischen seine Ausbildung 2019 mit dem Konzertexamen ab. Sohn gilt als aufgehender Stern am Klassikhimmel und hat erfolgreich erste Auftritte auf bedeutenden Podien in seiner koreanischen Heimat und in Europa absolviert.

Zum Auftakt dieses Konzerts bringt das Sinfonieorchester Münster eines der Hauptwerke des im Ersten Weltkrieg mit 28 Jahren gefallenen Komponisten Rudi Stephan, der an der Schwelle zwischen Spätromantik und Moderne einen wichtigen Beitrag zur Stilwende in der Musik leistete, zu Gehör. Nach der Pause steht Robert Schumanns Sinfonie Nr. 2 auf dem Programm, die der Komponist, geplagt von seiner sich bereits abzeichnenden verhängnisvollen Krankheit, in den Jahren 1845 und 1846 schrieb. In dieser Phase begann er, sich intensiv mit Bachs Polyphonie zu befassen. Im kraftvollen letzten Satz zitiert Schumann Beethovens Liederzyklus „An die ferne Geliebte“.

Konzertbeginn am 11. und 12. Februar um 19:30 Uhr sowie am 16. Februar 2020 um 18:00 Uhr im Großen Haus des Theaters Münster – Einführung 60 Minuten vor Konzertbeginn – Karten an der Theaterkasse oder im Webshop des Theaters Münster

Von Zeit zu Zeit gehen die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchester Münster ins Kino. Nicht als Zuschauer, sondern als Akteure „on stage“. Mit live gespielter Orchestermusik zu Klassikern aus der Zeit des Stummfilms.

Von einer mondänen Großstadtschönheit umspielt, wird ein Farmer in dem Film Sunrise – A Song of two Humans des gefeierten deutschen Filmemachers Friedrich Wilhelm Murnau beinahe dazu gebracht, seine Frau umzubringen, um mit der Städterin wegzuziehen. Als er aber im Boot, aus dem er seine Frau werfen sollte, in deren Augen blickt, bringt er es nicht übers Herz, sie zu töten. Verzweifelt versucht er fortan, sich voller Reue und Schuldbewusstsein ihre Liebe zurückzugewinnen.

1926 geht Murnau nach Amerika und schließt mit dem Produzenten William Fox einen Vier-Jahres-Vertrag. Sein erster amerikanischer Film wird Sunrise nach der Erzählung Die Reise nach Tilsit von Hermann Sudermann. Die stilistische Kontinuität seiner Arbeit wahrt er durch Verpflichtung seines Autors Carl Mayer und des Architekten Rochus Gliese. Ländliche Idylle und lichtdurchflutete Großstadt bilden die optischen Pole des Films. SUNRISE wird von der Kritik begeistert aufgenommen und bei der ersten Oscar-Verleihung mit Academy Awards für die künstlerische Qualität, für die Hauptdarstellerin Janet Gaynor und für die Kameraleute Charles Rosher und Karl Struss sowie einer Nominierung für die Ausstattung ausgezeichnet. 2012 wurde der Film bei einer Umfrage des Magazins Sight & Sound unter Filmkritikern auf den fünften Platz der besten Filme aller Zeiten gewählt. Nachdem Sunrise mit Beginn des Tonfilmes etwas in Vergessenheit geriet, wurde der Film in den letzten Jahren von der Filmkritik und zunehmend auch vom Filmpublikum wieder gewürdigt.Das Sinfonieorchester Münster spielt dazu die Musik von Joe Kraemer, die 2016 als Auftragsarbeit der Dallas Chamber Symphony entstand.

Beginn am 3. Februar 2020 um 19:30 Uhr im Cineplex – Eintrittskarten zum Einheitspreis von 29 Euro an der Theaterkasse oder im Webshop des Theaters Münster

Mitglied werden

Nichts ist einfacher als das. Wir informieren Sie hier über Ihren Mitgliedsbeitrag und den Freundschafts­bonus, den Sie als Freund und Förderer unseres Sinfonieorchesters erwarten dürfen.

Ihr Freund­schafts­bonus

Als Mitglied der Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters Münster haben Sie zahlreiche Vorteile:

10% ERMÄSSIGUNG AUF EINTRITTSPREISE

bei allen Konzerten und Abonnements des Sinfonieorchesters

FRÜHZEITIGE BESTELL­MÖGLICHKEITEN

für Eintrittskarten

AKTUELLE INFORMATIONEN

über Konzerte und Musiktheater­veranstaltungen

SONDERKONZERT

im Rahmen der Mitglieder­versammlung

GEMEINSAME KONZERTREISEN

zu auswärtigen Gastspielen des Sinfonieorchesters

BESUCH VON ORCHESTERPROBEN

der Sinfoniekonzerte

KOSTENLOSES PROGRAMMHEFT

mit interessanten Zusatz­informationen über die Sinfoniekonzerte

Ihr Mitglied­sbeitrag

Persönliche Mitgliedschaft 50,00 €

Familienmitgliedschaft 70,00 €

Be Classy (18 – 35 Jahre) 18,00 €

Sie können Ihren Mitglieds­beitrag als Sonderausgabe im Rahmen der Steuer­erklärung steuerlich geltend machen. Wir sind aufgrund des Freistellungsbescheids des Finanzamtes Münster-Innenstadt, Steuernummer 337/5975/0078, vom 06.02.2017 berechtigt, für Mitglieds­beiträge Zuwendungs­bestätigungen auszustellen. Für Beiträge und Spenden bis 200,00 Euro reicht als Nachweis der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungs­bestätigung des Kredit­instituts (Konto-Auszug oder Lastschrift­einzugs­beleg). Auf der Rückseite des Belegs sollten Sie die Angaben zum Freistellungs­bescheid notieren.

Hier finden Sie die Satzung.

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Unser Engagement

Konzert- und Projektförderung

Seit Gründung unseres Fördervereins konnten durch unsere Förderung zahlreiche Stars der Klassik-Szene, u.a. Nelson Freire, Reinhold Friedrich, David Geringas, Clemens Hagen, Xavier de Maistre, Albrecht Mayer, Sabine Meyer, Daniel Müller-Schott, Arabella Steinbacher, Akiko Suwanai, Tanja und Christian Tetzlaff, Stefan Temmingh, Francesco Tristano, Pablo Sáinz Villegas, Anna Vinnitskaya, Jan Vogler sowie Frank Peter Zimmermann, als Gastsolisten für die Sinfonie­konzerte unseres Orchesters gewonnen werden.

Schwerpunkt unserer Förderung im Jahr 2019 sind Konzerte und Projekte im Rahmen von 100 Jahre Münster Musik. Unter diesem Motto feiern das Sinfonieorchester Münster, die Westfälische Schule für Musik sowie die Musikhochschule Münster gemeinsam ihre Gründung im Jahr 1919, unter den schwierigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr nach dem ersten Weltkrieg.

Auch in der Spielzeit 2019/20 fördern wir die Sinfonie­konzerte mit der amerikanischen Jazz- und Opernsängern Jocelyn B. Smith im 2. Sinfoniekonzert, dem Cellisten Wolfgang Emanuel Schmidt im 4. Sinfoniekonzert sowie das Konzert des Sinfonieorchesters Münster  mit dem Signum Saxophone Quartett im 8. Sinfoniekonzert.

Regelmäßig fördern wir das Festival der geistlichen Musik MUSICA SACRA, das in dieser Spielzeit erstmals an den Pfingsttagen stattfinden wird, sowie die Tage der Barockmusik, die wechselweise jeweils im zweijährigen Rhythmus stattfinden. Mit den Open Air-Konzerten im Rahmen der AaSeerenaden sollen neue Zielgruppen für die Klassik gewonnen werden.

Zahlreichen Orchesterpraktikanten konnten wir durch ein Stipendium die Möglichkeit eröffnen, bereits vor dem Abschluss ihres Musikstudiums erste praktische Erfahrungen in einem professionellen Orchester zu sammeln.

Mehr Raum für Musik in Münster

Im Vergleich mit fast allen anderen größeren Städten in NRW verfügt Münster als kulturelles Zentrum für die Region über keinen zeitgemäßen Konzertraum für die Klassik. Als Musikstadt hat Münster damit den Anschluss an Nachbarstädte wie Dortmund, Essen und Bochum zumindest vorerst verloren.

Über 75 Jahre nach der Zerstörung der Stadthalle im letzten Weltkrieg braucht Münster wieder einen konkurrenz­fähigen Konzertsaal für das Sinfonieorchester Münster ebenso wie für kleinere oder größere Musikensembles, für Konzertveranstalter und Solisten aus dem In- und Ausland, für die Chöre und nicht zuletzt auch für die freie Szene unserer Stadt. Deshalb setzen wir uns für den Bau eines Konzerthauses, das höchste Ansprüche an Klangqualität und Akustik eines Raums für Musik erfüllt, ein.

Wir haben unsere Forderungen in 10 Thesen zur Konzerthaus-Debatte in Münster zusammengefasst, die wir den politischen Entscheidungsträgern im Rat und in der Verwaltung der Stadt Münster zur Verfügung gestellt haben.

10 Thesen zur Konzerthaus-Debatte

Unser Orchester:
Heute und Gestern

Heute

Seit der Spielzeit 2017/18 ist Golo Berg General­musik­direktor der Stadt Münster und Chefdirigent des Sinfonieorchesters Münster. Berg studierte an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und war vor seinem Engagement in Münster Chefdirigent und Generalmusikdirektor in Hof, Dessau und am Theater Vorpommern. In seinen beiden ersten Spielzeiten präsentiert er dem Publikum in Münster diverse neue Konzertformate, zugleich setzte er neue Akzente in der Musikvermittlung.

Das Sinfonieorchester Münster gibt – zusätzlich zu seiner Arbeit im Orchestergraben bei zahlreichen Musiktheaterproduktionen – rund 80 Konzerte pro Jahr. Neben den großen sinfonischen Werken aus mehr als drei Jahrhunderten steht die ganze musikalische Vielfalt von Kammerkonzerten über Kinder- und Chorkonzerte auf dem Programm. Regelmäßig spielt das Orchester an ungewohnten Orten, u.a. im Landesmuseum am Domplatz, im Rathaus und im Erbdrostenhof, in den Kirchen der Stadt sowie zum jährlichen Saisonausklang Open-Air auf der Seebühne am Aasee. Das Orchester lädt regelmäßig Solisten von Weltrang ein. Kooperationen mit befreundeten Orchestern ermöglichen Aufführungen aufwendiger Werke mit großer Besetzung.

Unter dem Motto 100 Jahre Münster Musik feiert das Sinfonieorchester Münster 2019 gemeinsam mit der Westfälischen Schule für Musik und der Musikhochschule die Gründung dieser drei Institutionen im Jahr 1919.

Gestern

Mit der Gründung des Sinfonieorchesters Münster am 15. September 1919 wurde ein wichtiger Grundstein für die Entwicklung des Musiklebens im Münsterland gelegt. Erster Generalmusikdirektor war Fritz Volbach, dessen Initiative auch die zeitgleiche Gründung der Westfälischen Schule für Musik zu verdanken ist. Das Orchester erlangte in seiner bewegten Geschichte schnell überregionale Bedeutung. Schon in den Zwanziger Jahren konnten mit Richard Strauss und Hans Pfitzner führende Komponisten des noch jungen 20. Jahrhunderts als Gastdirigenten verpflichtet werden.

Seinen Rang als wichtige Kulturinstitution der Region festigte das Orchester auch in den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit dem Neubau des Theaters Münsters und dessen Eröffnung am 4. Februar 1956 finden die Sinfoniekonzerte im Großen Haus an der Neubrückenstraße statt. Gleich in der ersten Spielzeit dirigierte Paul Hindemith ein Konzert mit eigenen Werken in Münster. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen würdigen die Arbeit des Sinfonieorchesters Münster, darunter die Gustav-Mahler-Medaille in der Zeit der Verantwortung des Generalmusikdirektors Alfred Walter (1970 – 1985) sowie die Auszeichnung für das Beste Konzert­jahres­programm Deutschlands unter der Leitung von Will Humburg (1992 – 2004). In dessen Amtszeit sorgte mit Richard Wagners Ring des Nibelungen ein von Publikum und Fachpresse gleichermaßen begeistert gefeiertes Opernprojekt für bundesweite Beachtung.

Der in Rom geborene General­musik­direktor Fabrizio Ventura (2007 – 2017) gründete 2012 mit MUSICA SACRA ein Festival der sakralen Musik in den Münsteraner Innenstadtkirchen, das seitdem im 2 Jahren-Rhythmus wiederholt wird. Zwei Gastspielreisen nach Italien in den Jahren 2013 und 2015 mit Konzerten in Mailand, Rom und Modena sowie das Beethoven-­Projekt mit der Präsentation aller neun Sinfonien an vier aufeinander folgenden Tagen in der Spielzeit 2015/16 waren Glanzlichter der „Ära Ventura“. Für seine Verdienste um die Gründung des Förder­vereins im Jahr 2009 wurde Fabrizio Ventura als Ehren­mitglied der Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters Münster ausgezeichnet.

Dis­ko­gra­fie

Das Sinfonieorchester Münster konnte mit der finanziellen Förderung durch den Freundeskreis seit 2010 zahlreiche CD-Einspielungen, u.a. mit Werken von Bruckner, Schumann, Mussorgsky, Casella sowie von Klöffler, Gluck und Graun, realisieren.

Mit freundlicher Unterstützung durch: